Brandschutzerziehung?! ….Muss das sein?
Betrachtet man die Zahlen der in Deutschland jährlich auftretenden ca. 200.000 Brände mit ca. 600 Brandtoten, von denen etwa 1/3 Kinder sind, ca. 6.000 Brandverletzten und einem Brandschaden von über 1 Milliarde Euro allein im Privatbereich und bedenkt man, dass gut 1/3 aller Brandstiftungen, oder besser, weil es der Wahrheit näher kommt, aller fahrlässigen Brandverursachungen, von Kindern und Jugendlichen verübt werden, kann man nur zu einem Fazit kommen:
Mit systematischer Brandschutzerziehung muss bereits im Vorschulalter begonnen werden.
Die Brandschutzerziehung mit der Berufsfeuerwehr Eberswalde soll auf keinen Fall als reine Informationsveranstaltung über die Feuerwehr bzw. eine Werbeveranstaltung für die Feuerwehr sein.
Sie soll ein Angebot für all jene sein, die sich für die Sicherheit und das Wohlbefinden unserer Kinder engagieren.
Immer wieder gefährden sich Kinder unbewusst als Brandstifter und durch falsches Verhalten im Brandfall.
Unser Ziel ist es deshalb diese Gruppe, also die Erwachsenen von morgen, für diese Gefahren zu sensibilisieren und sie in diesem Bereich zu schulen.
Um eine Brandschutzerziehung zu realisieren die die Kinder in Bezug auf brandschutzgerechtes Verhalten sensibilisiert und ihnen aufzeigt wie man sich in Gefahrensituationen richtig verhält, setzt sich die Brandschutzerziehung aus verschiedenen Bausteinen zusammen, die entsprechend der Altersstufe zusammengestellt und vermittelt werden können.
Hier ist an folgende Altersstufe gedacht.
Elementarbereich (E) : Kita (Vorschule) und Grundschule Klasse 1-3
Primarbereich (P) : Grundschule Klasse 4-6
Sekundarbereich (S) : alle Schulformen ab Klasse 7.
Die Brandschutzerziehung soll sich, unabhängig von der Altersstufe, aus zwei Teilen zusammensetzen. Zuerst kommt die Feuerwehr in die Kita bzw. Schule. Hier werden die Grundlagen erarbeitet. Die Informationen für die Kinder werden mit Hilfe von Tafelbildern bzw. PowerPoint-Präsentationen visualisiert. Dazu erhalten die Kinder Arbeitsblätter in denen sie entsprechende Eintragungen vornehmen können.
Im zweiten Teil lernen die Kinder die Arbeit der Feuerwehr vor Ort kennen und führen verschiedene Experimente, wie z. B. das Erlernen des sicheren Umgangs mit Zündmitteln, durch.