Am Samstag, den 04.09.2009 zog eine Unwetterfront über die Stadt Eberswalde.
Durch die starken Gewitter- und Regenerscheinungen kam es zu chaotischen Verkehrsverhältnissen.
Starker Wind ließ Bäume umstürzen und Dächer abdecken.
Auf Grund des überlasteten Straßenentwässerungssystems kam es zu einem erheblichen Wasseranstieg auf den Straßen. Hieraus resultierte das eine erhöhte Anzahl an Kellern sich mit Wasser füllten.
Durch das zeitnahe Auftreten einer verhältnismäßigen hohen Einsatzzahl erreichte die Feuerwehr der Stadt Eberswalde baldig ihre Leistungsgrenze.
Aus diesem Grund wurde eine technische Einsatzleitung in der Feuerwache gebildet, von wo aus die Einsätze selbstständig koordiniert wurden.
Nachdem die Kräfte der Stadt nicht mehr ausreichten um die vorliegende Einsatzlage zu bewältigen, wurde in Abstimmung mit dem Lagedienst der Kreisverwaltung entschieden, dass weitere Kräfte und Mittel der Feuerwehr, sowie des THW aus den Umlandgemeinden angefordert werden.
Aus dem südlichen Bereich des Barnim wurden mehrere Wehren alarmiert, die zunächst den Bereitstellungsraum auf dem Gelände der Berufsfeuerwehr anfuhren. Dort sammelten sich alle Kräfte und Mittel die ihren Einsatz beendet hatten und erhielten ihren neuen Auftrag.
Durch die Einsatzleitung wurde entschieden, den Einsatzzug der BF durch Kräfte der FF Finow aufzustocken und diesen in Bereitschaft auf der Feuerwache zu halten, falls Brandeinsätze auflaufen sollten. Die erste Brandmeldung wurde kurz danach in der Coppi-Straße gemeldet. Die meldende Person äußerte, dass dort eine Rauchentwicklung sichtbar wäre. Am Einsatzort eingetroffen ergab jedoch die Lageerkundung, dass kein Brand vorlag.
Kurze Zeit später wurde ein Wohnungsbrand in der Kantstrasse gemeldet, dieser stelle sich als ein an gebranntes Mittag heraus.
Im Ortsteil Spechthausen brannte ein Gartenhäuschen, dass von den Kräften der BF sowie der FF Finow und FF Spechthausen gelöscht wurde.
Weiterführend schlug ein Blitz in einen Stromverteilerkasten ein, so dass die Saarstrasse keinen Strom hatte.
Mit einem starken Aufgebot von 4 Feuerwehren mussten Schächte in einer Werkhalle der Deutschen Bahn AG ausgepumpt werden. Durch den massiven Einsatz konnte ein großer finanzieller Schaden vermieden werden.
Ein weiterer Schwerpunkt waren die großen Wassermengen in der Ruhlaer Strasse. Dort mussten auch mehrere Feuerwehren zum Einsatz kommen. Ein Befahren der Straße war nicht mehr möglich und die Keller vollgelaufen.
Von der Leitstelle Nordost wurde eine Dringlichkeitsmeldung an die Einsatzleitung gemeldet, die lautet „Eberswalderstrasse Hang rutsch weg, Haus ist gefährdet“!
Sofort koordinierte die Einsatzleitung ein Löschfahrzeug zur Einsatzstelle. Auf Grund der Rückmeldung des Fahrzeugführers wurden weitere Kräfte und Mittel der Feuerwehr und des THW zur Einsatzstelle gesendet.
Vor Ort war ein Regenrückhaltebecken so voll gelaufen, dass der Damm wegbrach.
Der A – Dienst sowie der B – Dienst fuhr sofort die Einsatzstelle an.
Um die Gefahr abzuwenden wurden Sandsäcke und Kies beschafft und gestapelt. Durch den Bauhof der Stadt wurde die Technik gestellt, dass THW beschaffte die Sandsäcke.
Bis in den Morgenstunden waren die Kräfte der Feuerwehr und des THW mit dem Pumparbeiten beschäftigt.
Im Einsatz waren:
Feuerwehren der Stadt Eberswalde, FF Schönow, FF Schönwalde, FF Klosterfelde,
FF Liepe, FF Oderberg, FF Zerpenschleuse, FF Blumberg, FF Zepernick, FF Schönfeld,
THW Eberswalde, Fürstenwalde, Prenzlau
Wir möchten uns ausdrücklich bei allen Kameraden für die geleistete Arbeit bedanken.
Autor: Mike Ganzke
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Quelle: MOZ








